Dienstag, 23. Mai 2017

Kartoffel Sellerie Gnocchi & Noilly Prat Fenchel Safran Sauce

Ist das nicht verrückt? Da bringt meinen lovely Mr. Ü und mich und irgendwie tutta la familia so ein harmloses Gnocchigericht völlig aus der Fassung. Total. Komisch ist das, was? Und ich erklär euch gleich mal wie das kam. Aber gleich vorne Weg: Wir finden diese Gnocchi inzwischen so großartig, dass wir verrückt nach ihnen sind und ich gar nicht verstehen kann, wie ich anfangs darüber nachdachte, euch dieses Rezept vorzuenthalten und die hübschen Fotos einfach in den virtuellen Mülleimer zu schmeißen.

Also. Ich probiere ja völligabsolutgerne neue Gerichte aus. Wisst ihr ja. Und da ich ja weltgrößter Gnocchifan bin, hab ich natürlich gejuchzt, als ich bei grain de sel dieses wunderbare Rezept fand, das sich doch so wunderbar außergewöhnlich las. Ich mag Michaelas Blog supergerne, denn es sind unkapriziöse, funktionierende, gut durchdachte und immer ! leckere Rezepte, die sie diretamente aus ihrer Wahlheimat Frankreich postet.

Da wir ja samt Familie ständig und immer durch die wilde Welt sausen und wirklich schon die durchgeknalltesten Sachen vertilgt haben, bilde ich mir ein, dass mich foodtechnisch nicht mehr viel aus der Bahn werfen oder überraschen kann. Wer indisch, asiatisch, persisch und arabisch ständig auf dem Teller hat und sogar Amerika überlebt hat (Chlorwasser und Fettkeule und so)....also bitte.....was soll denn da noch groß schocken?

Na wie soll ichs jetzt sagen? Liegt´s vielleicht einfach dran, dass ich in meinem Leben keinen Draht zur französischen Lebensart bekommen habe (Biste Italiener, biste kein Franzose....so wohl die Regel bei uns im Hause!?). Der französische Geschmack liegt mir einfach nicht automatisch zack auf der Zunge. Na und genau das war irgendwie das Problem hier. Ich kochte stundenlang, rollte kleine Gnocchi, unterhielt mich ausgiebigst mit einem Fachmann über Noilly Prat, dessen Einsatzbereich und Geschmacksformula und verzettelte mich geradezu mit diesem ungewöhnlich feinen Sößchen. Na und dann das. Da saßen wir dann alle und hatten wunderhübsch angerichtet diese Gnocchi auf dem Teller, pieksten und pieksten nacheinander ein Gnocchi nach dem nächsten auf, beförderten es in Richtung Magen und dachten einfach nur nach. Wie finden wir das jetzt? Hm. Selten war es so ruhig beim Essen. Bis zur vorvorletzten Gnocchi war ich felsenfest der Ansicht: "Das mach ich doch mal lieber nicht auf den Blog. Zu bekloppt. Das mag bestimmt keiner." Und dann erinnerte ich mich plötzlich an einen Satz meines Fachexperten zum Thema Noilly Prat: "Den macht man übrigens auch in Bouillabaisse!" Hoha. Und dann ringelte es plötzlich geschmacklich und ich hatte urplötzlich eine Verbindung zum Gericht. Und das Verrückte: Lovely Mr. Ü auch. Die Jungs brauchten etwas länger.

Wir haben es dann noch bestimmt dreimal gekocht und fanden es jedes Mal IMMER NOCH besser. Na und jetzt sind wir verrückt danach. Ist das bekloppt? Aber wie!





Die Zubereitung dieser wunderbaren Köstlichkeit ist allerdings muss ich zugeben ein klitzekleinwenig zeitintensiv. Ich sage das ganz ehrlich, dann eigentlich liebe ich ja schnelle Gerichte. Die Gnocchiherstellung ist zwar nicht schwierig wie insgesamt das ganze Gericht nicht, benötigt aber einfach ein wenig Zeit. Nehmt sie euch also und genießt den Workflow. Ist auch mal schön.






Zubereitung:

1. Zuerst mal ran an die Gnocchi. Dazu Kartoffeln und Sellerie schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser 15 Minuten gar kochen. Die Würfel dann auf ein Backblech geben und im Ofen bei 150 Grad und leicht geöffneter Ofentür etwa 20 Minuten gut ausdampfen lassen. Danach das Gemüse abkühlen lassen.

2. Kartoffeln und Sellerie pürieren und mit Mehl, Eigelb, Salz und Pfeffer zu einem Teig verkneten. Arbeitsfläche gut bemehlen und den immer noch relativ klebrigen Teig zu einer Rolle von 2 cm Durchmesser rollen, Gnocchis abtrennen und in die gewünschte Form rollen.

3. Für die Sauce Schalotte, Knoblauchzehe und Fenchel fein würfeln und in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen. Dann den Noilly Prat und den Weißwein angießen und auf die Hälfte einkochen lassen. Danach die Gemüsebrühe angießen und den Thymian dazu geben und alles nochmals auf ein Drittel einkochen lassen. Die Sauce mit dem Pürierstab bearbeiten bis sie fein ist und mit Safran und Kokosmilch, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Nun einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Gnocchi hineingeben. Wenn sie aufsteigen selbige mit einer Schaumkelle herausheben und entweder sofort auf einem Saucenspeigel anrichten und servieren oder die Gnocchi noch kurz in Butter anbraten und dann auf dem Saucenspiegel servieren.






Und? Ich finde es sieht schon auf dem Teller unfassbar appetitlich aus (ich alter Franzose, höhö ;-D). Mich würde mal interessieren wie es euch dann so mit dem Gericht geht? Hop oder Flop? Ich bin gespannt! Meistens ist es ja so, dass man bei den Blogs, die man so liest, eine gewisse Erwartungshaltung hat , was das geschmackliche Endergebnis hat. Den Kochstil des einen mag man einfach machmal mehr wie den des anderen und man hat einfach seine Lieblinge bei denen einem einfach alles schmeckt. Als ich das hier kochte mußte ich 2304 Mal darüber nachdenken, dass diese Gnocchi einfach anders sind und nicht 1a in mein sonstiges Konzept und eure Erwartungshaltung einem Rezept von mir gegenüber passen. Aber genau deshalb finde ich sie ja so gut!





Na dann berichtet mal! Ich bin gespannt wie Hulle ;-D!













Zutaten:
(für 2-3 Personen)

Gnocchiteig:

300 gr Knollensellerie
150 gr Kartoffeln
120 gr Mehl
1 Eigelb
Salz, Pfeffer

Noilly Prat Sauce:

1 Schalotte
1 Stück Fenchel (ca. 2 Eßl fein geschnitten)
1 Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
50 ml Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
1 Tl Thymian
70 ml Kokosmilch
0,5 gr Safranfäden (optional Kurkuma)
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker

Butter zum Anbraten

Donnerstag, 11. Mai 2017

Jiiiieep.......wir haben einen 18jährigen Sohn im Haus! Wie ging das denn? Geburt...zoooom....und schon 18. Ich werd verrückt!

Moment mal! Da hab ich doch vor lauter Lebenshektik glatt vergessen die Geburtstagssause......na eher den Geburtstagskuchen des besten 18jährigen Sohnes in da wörld und speziell in dis house zu schreiben. Ist schon glatt ein wenig her, aber wie das Leben so spielt......ich hatte mir den Post immer auf die Rolle (Die To-Do-Rolle!Selbstverständlich nicht etwas anderes, denn ich habe da ein völlig durchtrainiertes 6pack! ;-D) gelegt zum Schreiben und bin durch so bescheuerte Dinge wie SCHLÜSSELBEINBRUCH beim Ärmsten alles Armen, also mittlerer Ü, inclusive sämtlicher daraus resultierender Konsequenzen wie tagelangem Stehen in den verrücktesten  Krankenhausnotaufnahmenwarteschlangen, Arzt- und Rehabesuche aller Art, Fahrten von A nach B nach G, nach Y nach Z, lustigen Gesprächen mit Lehrern, wie wir das denn nun machen mit der Schule, wo er doch Nix schreiben kann (keine Hausaufgaben, kein Mitschreiben in der Schule, keine Tests, keine Arbeiten....ui!) davon ungebührlich abgehalten worden. Es geht ihm aber inzwischen schon wieder ganz gut......deshalb......aus Gründen...... der Post erst jetzt. Über den weltbesten, schokoladigsten und Giottonussigsten Geburtstagskuchen, den wir seit langem hatten. Und nochwas? Ihr glaubt mir nicht, aber der war echt nicht schwierig. Ich schwööööre! Mit ganz langem Ö!




Aber zuerst nochmal zum erschreckend schnell herangewachsenen und mich schon seit langem extrem überragenden 18 jährigen Nichtmehrbaby. Ist natürlich völliger Quatsch was ich da in der Überschrift geschrieben hab. Geburt...zoom und so.....ich hätte auch mit letzter Kraft gekreischt, wenn mir das jemand nach der 48594 durchgemachten Nacht mit Baby und Augenringen so groß wie das Steinhuder Meer sowas erzählt hätte. Da kommt einem das Dasbabyistausdemgröbstenraus  Lichtjahre entfernt vor. Normales Leben wo bist du. So ist das eben. Wobei.....das ist ja dann normal. Irgendwann ist es so, dass  sich immer mehr eins ans andere reiht, die Übergänge irgendwie nahtlos sind und man die Zeit vergißt. Ständiges Windelwechseln reiht sich an die Schnullerentwöhnung, den ersten Schwimmkurs, vorzeitiges Lesenlernen in der Kita, Einschulung, Sportvereinfahrten bis zur völligen Tankentleerung, Pubertät, Tanzkurs, Pickelfrust, erste Rasur, Leistungskurswahl, Abitur und Studienauswahl. Wo war die Zeit nochmal? Und hab ich etwa in der Zeit Falten und Augenringe bekommen???

Kinderkrankheiten wie z.B. Windpocken mit 7 im Urlaub, wegen derer man fast notausgeflogen worden wäre und dreierlei völlig lästige und überflüssige Lebensereignisse  nimmt man auch noch mit, und schwuuuups.........wähnt man die Babyzeit vorgestern und glaubt sich selbst allen Ernstes, das Kind wäre PLÖTZLICH 18 geworden. So trallala nebenher mal. Ist er natürlisch nischt. Wie denn auch.

Alles lustiger Blödsinn. Ganz normaler Elternwahn aber. Wenn dann noch Baby Nr.2 und 3 kommen verliert man völlig den zeitlichen Über- und Durchblick.

Und ich kann mich wirklich noch so gut erinnern!!! Waaahhhhhh!!! War der süß klein und putzig♥. Na und jetzt ist schon ein echter Mann. Ein wenig schnüff ist das schon.

Um nicht zu sagen grauenhaft....schrecklich...katastrophal! Heul!!! Beebiiiii, wo bist du hin???

Ach aber Ruhe hier........man reiche mir einfach ein GROOOSSES!!! STÜCK!!!! TORTE!!!! Schokolade hilft ;-D.

Ein bißchen ;-D.




Also dann jetzt zum Kuchi......äh Törtchen......Schokotörtchen.

Zubereitung:

1. Eier trennen und Eiweiß steif schlagen.

2. Butter und Zucker cremig verrühren und dann die Eigelb unterziehen. Anschließend Nüsse, Mehl Backpulver und Buttermilch dazu geben und alles gut zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten. Die gehackte Schokolade einstreuen und das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unterziehen.





3. Den Teig in zwei Portionen teilen und jeweils eine Portion in der 18er Form bei 180 Grad 30-40 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

4. Während die Teigböden backen die Schokocreme zubereiten. Dafür das Nougat und die  Schokolade fein hacken und mit 200 ml Sahne im Topf schmelzen, aber nicht kochen lassen. Die Mischung gut abkühlen lassen.

5. Dann die restlichen 200 ml Sahne steif schlagen. langsam den Frischkäse in kleinen Portionen dazu geben und weiter rühren. Nun die abgekühlte Nougat-Schoko-Sahnedazu geben und die Masse  5 Minuten luftig aufschlagen.

4. Die beiden Teigböden nach der Backzeit auskühlen lassen und jeweils waagerecht halbieren, sodass man nun 4 Böden hat.

5. Die Böden dann jeweils mit Schokocreme, gehackten Haselnüssen und etwas gehackter Schokolade auf der Tortenplatte übereinanderstapeln , wie es auf den Fotos zu sehen ist. Mit der restlichen Creme die Torte von außen mit einem Palettmesser gerade einstreichen.





6. Die Torte dann nach Wunsch mit Giotto, Haselnüssen, Schuko und Zebraröllchen dekorieren und nochmal kalt stellen.

7. Für die 18 habe ich nochmals Schokolade geschmolzen, in eine Spritzpistole gefüllt und eine grobe 18 damit auf 2 Schaschlikspieße gespritzt. Ist nicht so supergenial von der Form gelungen.......ich denke es wäre besser gewesen die Schokolade eher in einem cremigen Zustand zu verarbeiten......aber der Grad ist schmal....schwups ist sie zu flüssig. Nehmt als Tip und versuchts einfach mal. Abkühlen lassen hilft durchaus auch, wenn man nicht so ne eilige Natur ist wie moi. Haha.










So und jetzt beißt mit mir in ein riesengroßes Stück Schokotorte, wenn ihr auch ein großgewordenes 18jähriges Nichtmehrbaby habt ;-D!

Und jetzt sagt schon....isser nicht schnuckelig? Und soviele Haaaare! ;-D

Bebi ♥!

Ich wünsch euch was!













Zutaten:

(für einen Kuchen aus der 18cm Form!)

Für die Tortenböden:

200 gr Butter
20 gr Kakao ungesüßt
100 gr Buttermilch
5 Eier getrennt
200 gr gemahlene Haselnüsse
200 gr dunkle Schokolade
150 gr Mehl
10 gr Backpulver

Für die Schokocreme:

200 gr Frischkäse
400 ml Sahne
400 gr Nougat
100 gr Zartbitterschokolade
100 gr gehackte Haselnüsse

Für die Deko:

(nach Bedarf)

1-2 Pkg Giotto
Haselnüsse ganz
Zebraröllchen
Holzspieße
50 gr Zartbitterschokolade

Mittwoch, 3. Mai 2017

Kettchen und Armbändchenlove. Big love. Totally. You won´t believe it.



Gefühlt jedes Jahr schreib ich ja mindestens einmal über Kettchen und Armbändchen. Also glaub ich. Stimmt das? Ne oder? Aber ist auch egal! Ich mag die Dinger ja irgendwie total gerne, hab sie mir in allen Variationen immer noch nicht leid gesehen und finde, dass man so Hippiegedöns voll gut selber machen kann. Da machts überhaupt nix, wenn mal was schief ist oder wirklich und allen ernstes selbstgemacht ist und auch so aussieht. Im Gegenteil, das ist bei solchen Sachen eher cool. Obwohl...zu schlimm darf dann auch wieder nicht sein. So mittel eben. Nur so ein bißchen. Wißt ihr? ;-D

Nun dauert so ein Gefummel meistens ja tagelang. Also je nachdem wieviel man macht und wie. Perlchen auffädeln, knoten, flechten, Anhänger dran, nähen und nochmal von vorne. Bei mir kann das schon durchaus mal passieren. Also das tagelange Frimeln. Und wenn man dann da so sitzt und schraubt und dreht und näht und flechtet und knotet, dann kanns gelegentlich auch schon mal fast ein bißchen langweilig werden. Wißt ihr, was ich dann seit neustem mache?

Also erstmal mache ich mir einen riesengroßen Eimer Popcorn mit unserer steinalten aber superzuverlässigen Popcornmaschine. Die hat zwar den Nachteil, dass man nieeeeee wieder völlig endstufenüberteuertes Popcorn im Kino essen will, weil es soviel leckerer ist.........aber äh......momentmal......das ist ja gar kein Nachteil. Öja. Das Popcorn esse ich dann natürelmeng nicht alleine. Schon wenn der Duft durchs Haus wabert, ist es mit eventuell beabsichtigter Heimlichkeit vorbei und die Jungs stehen stramm neben der Maschine und glitzern mit den Augen. Nachbarskinder eingeschlossen. Den süßen kleinen Mauserest, der dann für mich übrig bleibt.....ja.







Na und dann gucke ich mir Videos auf YouTube an. Z.B. Trump-Videos. Weniger die Spaßigen, viel spannender sind die Reportagen von Arte wie z.B. DIESE HIER oder auch DIESE HIER. Ob man ihn mag oder nicht spielt keine Rolle, es ist einfach interessant zu ergründen, was das so für ein Typ ist und wie er zu dem wurde, was er ist. Ich mag das ja, Menschen von vorne bis hinten zu verstehen (geht ja gar nicht ;-D),  gerade die......na sagen wirs mal dezent......etwas UNGEWÖHNLICHEN.

Ja und dann liebe ich auch noch die Birkenbihl Videos. Kennt ihr sie? Vera Birkenbihl? Die Psychologin, Hirnforscherin und Motivationstrainerin im schrillen Blumenhemd Outfit und mit Thermoskanne am Start? Eine echt schräge aber superinteressante Frau mit enormem Wissen und einer phantastischen Art selbiges an den Mann/Frau zu bringen. Interessanterweise ist sie auch noch Asperger-Autistin. Sehrsehr liebe ich ja was sie über die Unterschiede zwischen Männern und Frauen  (Teil 1 HIER, Teil 2 HIER und es gibt noch soviele andere Themen mehr bei YouTube......Humor im Leben, Menschen beeinflussen, die Medien, Elternnachhilfe.......) zu sagen hat, auch wenns manchmal einen Tacken feministisch ist. Die Lebensbeispiele sind aber super und  man lacht oder grinst sich schlapp, weil sie einfach recht hat und man auch noch die Erklärung bekommt, warum es einfach so oder so fluppt oder nicht fluppt. Das Schönste ist, dass die Hauptbotschaft ist, dass Männer und Frauen zusammenwirken müssen, um sich weiterzuentwickeln und dass das, was dabei herauskommt, MEHR IST, als die Summe all unserer Einzelteile (Eigenschaften). Das ist doch eine wunderbare Aussicht! Ich für meinen Teil nehme da auf jeden Fall was mit für mein alltägliches mit kleinen und großen Männern gefülltes Leben hier zuhause ;-D.






Zur möglicherweise auftretenden Frage, wie ich denn diese Bändchen gemacht habe........ja also. Macht mich nicht fertig........das war spontan. Ehrlich gesagt weiß ich das auch schon gar nicht mehr so recht. Ein paar Tips hab ich aber. Ich will euch ja nicht im Dunkeln lassen.

- Also erstens sind ja Perlmutt- oder Silberanhänger wichtig. Meine sind von Ebay. Einfach mal oben ins Suchfeld "Perlmutt Anhänger" eingeben und warten was kommt. Sollte der Anhänger dann nur eine Bohrung haben, hab ich mit diesem Pediküreschleifer (Bild oben) ein zweites Loch hineingebohrt. Das dauert zwar etwas, klappt aber....wo ein Wille da ein Weg ;-D!

- Die geflochtenen Bänder der Armbändchen sind aus mehreren Strängen Nähgarn oder Bastelschnur. Den Verschluss hab ich mit jeweils einem Perlmuttknopf gemacht. Einfach einen Knoten ans Ende der Schnur setzen und die herausstehenden Enden im Knoten vernähen. Knopf drauf, fertig. Bei der Schlaufe fürs andere Ende geht ihr genauso vor. Eine Schlaufe die gerade um den Knopf passt knoten und Enden im Knoten vernähen. Eine andere Möglichkeit für einen Verschluss findet ihr HIER.....einen Schiebeknoten, wie ich es bei dem silbernen Fischarmband gemacht habe.

- Die Quaste am Lederbeutel hab ich nach dieser Art gemacht.

- Ja und nun die Kette, bzw der Kettenanhänger.....hört mir auf ;-D. Das war ein wildes Gefummel und Durcheinander. Es sind viele einzelne Lagen Stoff übereinander genäht. Immer so, dass man ein wenig von der darunter liegenden Schicht noch sieht. Zwischendrin ist sogar noch ein kleines gehäkeltes Stück Strick. Perlen, Stickereien, Anhänger, Ösen....... alles was ihr so drauf habt und zuhause herumliegen habt, muss da ins Spiel gebracht werden. Ein klitzekleines Bißchen schief darfs dabei schon werden. Wir sind ja Hippistyle unterwegs! Inspiriert hatten mich entsprechende Ideen auf Pinterest. Guckt mal, ich hab mir da Einiges auf ein Pinterestboard gelegt.













So. Schafft ihr das? Ist auf jeden Fall ein lustiger Zeitvertreib. Mit den Videos und Popcorn sowieso. Kino war gestern.

Auf die Tour vergesse ich dann schon mal schnell die Zeit und mache aus Versehen doch glatt mal ein zwei zehn Ketchenarmbändchen zuviel. Aber schadet ja nix ;-).

Popcorn für ALLE!!! ;-)

Machst gut ihr Allerliebsten!














Popcornmaschine von Amazon


Dienstag, 25. April 2017

Past´e lenticchi ........ Pasta mit Linsen......schon mal gegessen? Und ein kleiner Supermarktschocker und warum ihr nie wieder ohne Rollkragenpullover einkaufen geht. Niemals.

Die Internetwelt im Allgemeinen übertreibt ja gerne mal mit ihren superwichtigen Artikelüberschriften und kreischigen Aufreißern. Ist gut für den Traffic und so hab ich schon vor Jahren gelernt: "Die 10 besten Tips ohne die ihr nicht leben könnt!", "Das hättet ihr nie gedacht......!", "Ich war total geschockt.....!"......sowas......wisst ihr? Ich find das ja voll schrecklich und wenn ich auf solche Überschriften treffe, lese ich die Artikel allerallermeistens dann gerade erst recht NICHT. Ätschundböh. Bin ich ein widerborstiges Wesen ;-)? Wahrscheinlich. Wobei es bestimmt immer noch genügend Trafficgenerierungstricks gibt, auf die ich hereinfalle. Nunja. Aber das mit den Überschriften fällt mir für meinen Blog im Leben nicht ein. Dann lieber weniger Leser, die aber ehrlich. Bestimmt habt ihr euch das so auch schon gedacht, und habt deshalb wahrscheinlich etwas stirnrunzelnd verstört auf die obige Überschrift gestarrt. "Nä......ist die jetzt auch im Club der Leserfänger???" NEIN! Und da ihr das ja hier gerade lest und nicht weggeklickt habt, bin ich sehrsehr stolz auf euch. Das zeigt gewisses Grundvertrauen mir gegenüber ;-)!

Denn! Die Überschrift ist echt und spiegelt mein schüttellähmungsartiges Grauen wieder.

Ich habe heute wirklich den Godfather meiner Supermarkt-Horrorgeschichten für euch. Ich schüttle mich auch nach Tagen immer noch........wuhaaaaa! Wer am Ende des Artikels das Gegenteil findet, darf mir gerne ne Mail schreiben und bekommt von mir ne Tapferkeitsmedallie verliehen.

Na dann versuche ich mich mal kurz zu halten, denn selbst beim Schreiben läuft mich noch grisselich den Rücken runter:

Ich letztens in der Gemüseabteilung eines Riesensupermarktes. Ich trete an die Auslagen, als es mir plötzlich am Ohr kribbelt. So eklig fadig. Bääääh. Ich klatsche heftig mit der Hand mehrmals übers Ohr und bin erstmal beruhigt, weils sofort weg ist. Weils für die weitere Geschichte wichtig ist: Ich trug meine Cabanjacke offen, darunter einen V-Ausschnitt-Pulli mit relativ großem Ausschnitt........darunter blanke Haut. Das in den nächsten Minuten auftretende leichte Kratzen und Kribbeln im Ausschnitt ignoriere bzw. bekratze ich leicht, weil ich vom Gemüse abgelenkt werde......hahahah.......oh Gott. Ist bestimmt nur ein FadenNahtEttiketoderso.

Als nächstes wandere ich in die Fischabteilung. Auf dem Weg dorthin kratzt und piekt es aber immer unangenehmer im Ausschnitt. Ich schäme mich ein wenig, weil man sich in meinem Alter (und wahrscheinlich auch grundsätzlich) überhaupt nicht öffentlich AM oder IM Ausschnitt kratzt, entscheide mich aber mich nonkonform zu verhalten und fasse mir selbst beherzt vor den Augen von mindestens 5 entgeistert schauenden anderen Kunden DIREKT IN den Ausschnitt. Ich bekomme etwas Knubbeliges, Fadiges zu fassen, dass ich zunächst aufgrund meines eingeschränkten Sichtfeldes (schaut mal direkt nach unten in euren Ausschnitt.......da sieht man nicht so 100protop......zum Glück.......außerdem lenkten mich die Blicke der anderen Kunden peinlich ab und ich wollte das "Ding" schnell zu Ende bringen) als grauweißschwarzes Fadengewölle identifiziere (ich hatte viel genäht die Tage) und vor mir auf den Boden der Fischabteilung werfe. Erst in diesem Moment erkenne ich dank meiner spontan ausgeheilten Alterssichtigkeit, dass es sich bei dem "Gewölle" um.................





..........die fetteste Spinne everever handelt. Zumindestens um die fetteste Spinne, die sich jemals in meinem Ausschnitt befunden hat. Ihr wollt eine Größenbeschreibung? Okay: Körper = wie ein M&M mit Nüssen, Körper mit Beinen = nehmt Daumen und Zeigefinger beider Hände zusammen und bildet einen Kreis.

Das fleischgewordene Grauen (Die Spinne war so fett......die hatte bestimmt Fleisch.....ich weiß das!).

Lovely Mr. Ü und ich schauen uns fassungslos an und ich fange vor lauter Ekel an zu Quietschen und jammere laut vor mich hin: "Boah wie eeeeeklllliiiicchhhh....iiiihhhhh.....EINE SPINNNEEEEEE!!!!! Ihhhhh!!" Ging bestimmt 10 Minuten so. Ich hab mich echt nicht mehr einkriegen können. Und zum Glück hab ich erst geschnallt, was die Kratzursache war, als sie schon vor mir auf dem Boden lag! Ist das fies? Und dabei würd ich mich noch nicht mal als speziellen Spinnefeind betrachten. Aber im Ausschnitt?????

NEIN!NEIN!NEIN!

Gequietscht hab ich dann noch bestimmt drei Tage lang in regelmäßigen Abständen mit zum Glück abnehmender Ekeltendenz. Zur seelischen Entlastung hab ich auch jedem Grashalm in der Umgebung die Story erzählt. Von vorne bis hinten. Und jetzt sagt doch mal ehrlich: Bei so nem Supermarktschocker kann man auch schon mal so ne Überschrift nehmen oder? Also Bitte!

Und damit wir uns jetzt alle doch ein klein bißchen von dieser Geschichte des Grauens ablenken können, hier ein von meinem persönlichen Kochgott Robert von Lamiacucina  (Er ist pensionierter, schweizer  Chemieingenieur und kann nicht nur erklären, WAS gut schmeckt, sondern auch warum das so oder so nicht klappt und funktioniert und wie mans dann machen muss! GROßARDISCH!) übernommenes Rezept für weltbeste Pasta mit Linsen........hmmmm.......sieht so harmlos aus und ist sooo gut!







Zubereitung:

1. Zunächst stellt ihr selber Nudeln her. Ich hab das mit meiner Kitchenaid gemacht. Den Teig kneten und dann mit dem Lasagneaufsatz auf Stufe 5 auswalzen. Die Teigplatten gut bemehlen und dann mit dem Pasta- oder Wellenrad in kleine Vierecke aufschneiden.

2. Dann das Olivenöl in einem Topf erhitzen und Lorbeerblätter, Knoblauch, in kleine Stücke geschnittenen Sellerie und entweder Peperoncino in dünnen Streifen (scharfe Variante) oder eine fein geschnittene Spitzpaprika (milde Variante) dazu geben und 5-8 Minuten andünsten.

3. Dann Tomatenpassata, Padinalinsen und 700 ml Wasser dazu geben und alles etwa eine halbe Stunde köcheln lassen.

4. Nun die Nudeln kurz in einem zweiten Topf al dente ziehen lassen, die Nudeln abschöpfen und in das Linsengemüse geben. Dann noch soviel vom warmen Nudelwasser zum Linsengemüse geben, bis es eine soßenartige Konsistenz bekommt. Buon appetito!






Nur so ein Gedanke am Ende nochmal zu der Spinnengeschichte. Um das ganze quasi abzurunden. Die war ja schwarzweißgrau und so. Und sah schon gefährlich aus. Meint ihr ich muss mir jetzt Sorgen machen? So von wegen Spinnenbiß? Im günstigsten Fall, kann ich bald Fäden aus meiner Hand schießen und von außen Hochhäuser hochklettern. Und irgendeine City retten. Hm. Und im ungünstigsten Fall? Ich hab jetzt Angst. Irgendein Spinnenkenner unter euch??? ........ Äh oder will ich das überhaupt wissen????

Urps.  Achtarmige Grüße!













Zutaten:
(für 4 Personen)

Pasta:

260 gr Mehl
2 Eier komplett
2 Eigelb
2 Teel Olivenöl

Linsengemüse:

300 gr Padina Linsen
4 Eßl Olivenöl
2-3 Lorbeerblatt
2 Knoblauchzehen
1 Peperoncino oder 1 längliche Paprikaschote
5 Eßl Tomatenpassata
2 Stangen Sellerie
Salz, Pfeffer